Konrad Krol

Konrad Krol – die analoge Fotografie Jahrgang 1978 Absolvent der Adam Mickiewicz Universität in Posen PL im Studienfach Journalistik und Politologie. Zurzeit beschäftigt als Grafik Designer und Fotograf in der analogen, traditionellen Ausführung.

Werkzeug: Fotokamera aus den 1950-ger Jahren.

Objekte: Gegenstände, Straßen, verqualmte Kneipen, zufällig getroffene Menschen.

Technik: Analog, die Fehlerästhetik.

Seine Werke entstehen aus der Passion und dem inneren Imperativ. Konrad Krols Fotografien wurden als CD Cover, Buchillustrationen, Open-Air Happenings oder auch in traditioneller Ausstellungsform präsentiert.

„Ein Impuls ist ein Fragment der inneren Welt des Menschen“ Meine Fotografie ist das, was zwischen dem Impuls und der äußeren Welt geschieht.“ – so Konrad Krol.

Konrad Krol sein fotografisches Haiku:

Impuls – die spontane Beobachtung, plötzlich erweckte Lust ein Objekt auf der Platte für die Ewigkeit fest zu halten. Der Impuls ermöglicht den Gegenständen in Erscheinung treten, in dem sie den Status als Gegenstand verlieren und verwandeln sich in eine Art flüchtiger Staub, eine Ephemeride.

Fragment – die Auswahl seiner Methodik wiederspiegelt seine Art die Realität zu begreifen. Das Objekt huscht scheinbar und kaum merkbar auf den Aufnahmen von Krol und reflektiert sich quasi in einer unbekannte Metamorphose. Der Betrachter ist im Moment nicht in der Lage das Schicksal des Objektes vorauszusehen.

Experiment – die Methodologie des Fehlers und die spontane Auswahl seiner Werkzeuge führt die Fotografie des Krols in die experimentelle Richtung, die seinen Umgang mit dem Medium kennzeichnet. Das aufgenommene Motiv verliert seine Ausdruckskraft, gewinnt dadurch eine neue Qualität.

Fehlerästhetik – ein Fehler ist der Baustein und die Hauptkonstruktion in der schöpferischen Arbeit von Krol. Die Fehler ermöglichen erst sein künstlerisches Schaffen. Aus einem Versehen entstehen einzigartige Unikate, die ihrem Inhalt nicht wiederholbar sind.

Haiku - die Poesie des Fernöstlichen und der charakteristische Minimalismus sind bei Krol in seinen Fotos miteinander verbunden. Aber nicht nur das. Der Autor eines Haiku lässt sich von der Realität leiten und bis auf ihre Abwege führen. Abgesehen von der Werkstatt des Künstlers, ist die von ihm ausgewählte asketische Form ein Ausdruck für die Kontemplation seiner Welt. Dies führt oft zu einem Paradox:, die nicht geschliffenen Verse spielen gemeinsam und spotten ostentativ über die tägliche Sensibilität des Kunstrezipienten. Krol entläuft dem Paradox auch nicht, vor der Lösbarkeit der Logik oder den ästhetischen Dissonanzen scheut er sich nicht. Er bleibt sich dennoch dem Dokumentalismus treu, der die Momente festhält. Seine Aufnahmen hinterlassen eine beeindruckende flüchtige Empfindung, ähnlich wie Haiku. Bei der Begegnung mit Krols Bildern schauen wir für einen Moment der Welt tief in die Augen und danach treten wir in die tägliche Perzeption zurück. Konrad Krols Fotografien wecken beim Zuschauer eine Überzeugung, dass die Welt eine andere Seite besitzt, quasi eine andere Fassade.